KI im Arbeitskontext: Chancen nutzen, Risiken steuern – eine arbeits- und organisationspsychologische Einordnung

Veranstaltungsdetails

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KI im Arbeitskontext: Chancen nutzen, Risiken steuern – eine arbeits- und organisationspsychologische Einordnung

26.06.2026 von 13:00 - 15:00 Uhr

Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz

Der Workshop vermittelt eine arbeits- und organisationspsychologische Einordnung von KI im Arbeitskontext und nimmt dabei insbesondere die unterschiedlichen Wirkungen auf Nutzer:innen in den Blick. Im Fokus stehen kognitive Effekte (z. B. Aufmerksamkeit, Informationsüberflutung, Abhängigkeit/Übervertrauen vs. sinnvolle Arbeitsteilung), motivational-affektive Effekte (z. B. Autonomieerleben, Selbstwirksamkeit, Frustration, Technikstress), sowie soziale und organisationale Effekte (z. B. Transparenz und Fairness, Rollen- und Kompetenzverschiebungen, Zusammenarbeit und Kommunikationsnormen). Ergänzend werden praxisnahe Kriterien zur Qualitätsbewertung von KI-Outputs sowie Leitplanken für eine verantwortungsvolle Nutzung diskutiert.

Ziel ist, Teilnehmende zu befähigen, KI so einzusetzen, dass Nutzen realisiert und gleichzeitig Risiken für Arbeitsqualität und Wohlbefinden minimiert werden.

  • Erkennen, wann KI entlastet – und wann sie Zusatzbelastung erzeugt (Kontrollaufwand, Unsicherheiten, Taktung/Tempo).
  • Kognitives Arbeiten mit KI steuern: Aufmerksamkeit, Informationsmenge und Entscheidungsqualität trotz „KI-Output-Flut“ stabil halten.
  • Kalibriertes Vertrauen entwickeln: weder Übervertrauen noch generelles Misstrauen.
  • Selbstwirksamkeit und Kompetenz erhalten: KI als Unterstützung nutzen, ohne Abhängigkeit zu fördern.
  • Motivation und Autonomie sichern: KI so einsetzen, dass Handlungsspielräume steigen statt gefühlter Fremdsteuerung.
  • Emotionalen Umgang verbessern: Frustration, Ärger über Fehler, Perfektionismus und Vergleichsdruck („mithalten müssen“) reduzieren.
  • Technostress früh erkennen und gegensteuern: Auslöser, Warnsignale und persönliche/organisatorische Coping-Strategien.
  • Verschiedene Einsatzfelder: Text- und Wissensarbeit, Kommunikation, Meeting- und Dokumentationsunterstützung
  • Arbeitspsychologische Perspektive: Auswirkungen auf Arbeitsgestaltung, Belastung/Ressourcen, Kompetenz und Autonomie
  • Transfer: Teamregeln, Checkliste für verantwortungsvolle Nutzung, nächste Schritte

Keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich.

Grundlegende PC- und Internetkenntnisse sind ausreichend.

Alle Mitarbeitenden

Univ.-Prof. Dr. Thomas Rigotti

Univ.-Prof. Dr. Thomas Rigotti:
• Studium der Psychologie (Universität Leipzig) • Promotion (Dr. rer. nat.) in Psychologie (Universität Leipzig) • Professor für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie, Johannes Gutenberg-Universität Mainz • Forschungsgruppenleiter am Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR), Mainz • Langjährige Forschung und Lehre zu Stress, Wohlbefinden und Resilienz im Arbeitskontext • Resilienz- und Stressmechanismen im Arbeitskontext • Digitalisierung/KI und Arbeitsgestaltung (Belastungen und Ressourcen) • Führung, Gesundheit und Wohlbefinden bei der Arbeit • Längsschnitt-, Tagebuch- und Multilevelmethoden

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